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Grundlagen Belichtung

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03. Juli, 2013

Grundlagen Belichtung

belichtungsdreieck

Gerade für Anfänger in der Fotografie sind die verschiedenen Einstellmöglichkeiten der Kamera oft etwas schwierig zu verstehen.

Mit der Hilfe des Belichtungsdreiecks möchte ich euch die drei wichtigsten Parameter: Blende, Verschluss (Belichtungszeit) und ISO (Empfindlichkeit), erklären.

Voraussetzung für ein richtig belichtetes Bild ist die korrekte Menge an Licht, welche auf den Sensor (den Film) ankommt. Diese Menge können wir mit den oben genannten Parametern beeinflussen.

Das Belichtungsdreieck

Mit der Belichtungszeit (Verschluss) stellen wir die Zeit ein, wie lange das Licht den Sensor küssen darf, zu beachten ist hier, dass die Angaben in Brüchen angeführt werden, so bedeutet der Wert 1/125s eine Belichtungszeit von 8ms (0,008s - länger) und der Wert 1/250s eine Belichtungszeit von 4ms (0,004s - kürzer).

Mit der Blende können wir einstellen, wieviel Licht der Sensor bekommt, hier ist zu beachten, dass die Blendenzahl ein Verhältnisswert ist, daher bedeutet eine kleine Zahl, z.B. f/2.8, eine weit geöffnete Blende (viel Licht) und eine große Zahl, z.B. f/11, eine geschlossene Blende (wenig Licht).

Zu guter letzt kann mit dem ISO-Wert die Empfindlichkeit des Sensors eingestellt werden. Je höher der ISO-Wert ist, desto lichtempfindlicher ist der Sensor.

Ein Vergleich
belichtung_strand

Um diese Parameter etwas verständlicher zu erklären, wollen wir uns an einen schönen, sonnigen Strand am Meer begeben (Ich habe mich mit der Zeichnung sehr bemüht ;-) ). Der Sensor bist dieses mal du! Richig belichtet wirst du schön braun, unterbelichtet bleibst du hell und überbelichtet wäre ein saftiger Sonnenbrand. Um dich richtig zu "belichten" kannst du die Zeit, in der du in der Sonne liegst anpassen (Belichtungszeit), du kannst einen Sonnenschirm mit Löchern verwenden (Blende) oder du verwendest eine Sonnencreme, um deine Empfindlichkeit zu reduzieren (ISO). Es funktioniert natürlich auch jede Kombination von diesen Faktoren.

Die Nebenwirkungen:

Bei einer langen Belichtungszeit, kann es zu Bewegungsunschärfe kommen, hier gilt die Faustregel 1 / (Brennweite x Cropfaktor) als längste Belichtungszeit z.B. bei einem 50mm Objektiv an einer Nikon DX (Crop 1.5) nicht länger als 1/75s. Bei der Menschenfotografie empfehle ich < 1/125s.

Beim öffnen der Blende verkürzt sich die Schärfentiefe (das ist der Bereich im Bild, welcher als scharf empfunden wird) und es kann zu unerwünschter Unschärfe kommen.

Bei Erhöhung des ISO-Wertes erhöht sich auch das Rauschen im Bild, welcher ISO-Wert noch erträglich ist, muss jeder selbst mit seiner Kamera feststellen, da dieses einerseits von der Kamera und andererseits vom persönlichen Geschmack abhängig ist.

Mit der richtigen Kombination aus diesen drei Parametern, bekommt der Sensor ausreichend Licht und der Fotograf sein gewünschtes Ergebnis, wobei ich hier noch anmerken möchte, dass geringe Schärfentiefe, Bewegungsunschärfe und auch Rauschen ein gestalterisches Mittel sein kann.

Liebe Grüße
Euer Andi

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